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John Takawira

John Takawira

Ready to Fire                                               click images to enlarge
1986
Brown Springstone
H 60 cm, B 23 cm, T 17 cm
erworben 1992 von Vukutiwa Gallery, Harare
Preis: 5.5000 €

John Takawira, wurde 1939 in Chegutu geboren und starb 1989 in Harare. Bei seinem Onkel Joram Mariga lernte er zu bildhauern. Später ließ er sich an der Workshop School bei Frank McEwen weiter ausbilden. 1969 - 1976 war er Mitglied der Vukutu-Gruppe.

Austellungen u.a.:
1965 Commonwealth Arts Festival, London
1971 Musée Rodin, Paris
1972 Institute of Contemporary Arts Gallery, London
1989 Foundation Beelden op de Berg, Wageningen,
          Niederlande
1990 National Gallery, Auckland, Neu Seeland
1990 Yorkshire Sculpture Park, Großbitannien

Neben Nicolas Mukomberanwa, Henry Munyaradzi und Joseph Ndandarika gehört John Takawira zu den Großen der zimbabwischen Steinskulptur. Manche Kritiker veranschlagen die originäre Qualität seiner Arbeiten sogar höher als die der anderen drei. So wenig wie die anderen bedeutenden Künstler hat Takawira Konzessionen an eine traditionelle oder folklorisierte Africaness gemacht. Die Spuren des Afrikanischen hat er sich anverwandelt und ihnen einen individuellen und zugleich modernen und universellen Ausdruck verliehen. Von den meisten anderen Vertretern dieser Kunstrichtung unterscheidet er sich durch die hohe Expressivität seiner Arbeiten, die sich aus der Spannung zwischen Material und der Hand des Künstlers ergibt. Seit der Wegfall der Sanktionen im Zuge der Unabhängigkeit des Landes den Import von Titan-Meißelschneiden erlaubt hat, hat Takawira verstärkt die geschlossenen Volumina der Rohlinge zum Teil gewaltsam aufgebrochen und die Oberflächen so rauh belassen, daß die Schläge des Werkzeugs gleichsam spürbar bleiben. Gesteigert wird dieser Eindruck einer "Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Stein" noch durch die besondere Härte des Springstones, den Takawira bevorzugt und der wegen des hohen Anteils an Eiseneinschüssen eine Glättung der Oberflächen fast unmöglich macht.

Typisch in diesem Zusammenhang ist bei Takawira ein Minimalismus der Berarbeitung und interessanterweise eine Erotisierung der Frauengestalt, vor allem ihres Gesichts. Nicht die Sexualität der Frau wird betont, sondern ihre verletztliche Weiblichkeit. Berühmt geworden sind die gelängten femininen Gesichter und Hälse seiner Frauenfiguren sowie ihre erotisch gelösten Haartrachten. Manchmal erinnern diese Gesichter denen der Frauen bei Modigliani.

„Ready to fire“ verbindet auf ungewöhnliche, für den zimbabwischen Kontext sogar einzigartige und provokative Weise sexuelle Erregung und männliche Aggressivität. Die Figur zeigt einen erigierten Penis und einen Mann, der im betreffenden Augenblick die Hände vor die Augen schlägt. Gleichzeitig erinnert die Handbewegung an die eines geübten Pistolenschützen, der Visier nehmen will, indem er die Waffe langsam vom Gesicht abwärts ins Ziel führt. Wie häufig bei seinen späteren Stücken ist auch diese Plastik teils unbehauen, teils von Durchbrüchen gewaltsam zerklüftet. Sie bietet von allen Seiten einen immer wieder wechselnden Anblick.

Sisters
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ca. 1987
Black Springstone
H 60 cm, B 23 cm, T 21 cm
erworben 1992 von Foundation Gallery, Harare
Preis auf Anfrage

In vielen Fällen genügen Takawira minimale Andeutungen, um ein Antlitz, eine Pose, eine Emotion, eine Beziehung sichtbar zu. So auch bei den zwei Schwestern, die zusammengewachsen scheinen, aber bezeichnenderweise ihre Blicke in unterschiedliche Richtungen lenken.
Flying Eagle
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ca.1987
dunkelgrau-grüner Serpentin
H 42 cm, B 52 cm, T 31 cm
erworben 1992 von Vhukutiwa Gallery, Harare
Preis: 2.000 €

Dieser auf der Spitze stehende dreieckige Block zeigt einen jungen Batteleur-Adler, der die Schwingen spreizt, um loszufliegen. In dieser kompakten Figur erscheint der Adler mächtig und kraftvoll, aber weder aggressiv noch hoheitlich. Der Batteleur-Adler ist besonders in den Inyanga-Bergen entlang der mozambikanischen Grenze verbreitet, dort wo auch Takawira beheimatet war.
Python
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ca. 1986
Schwarzer Serpentin
H 35 cm, B 46 cm, T 25 cm
erworben 1992 von Vhukutiwa Gallery, Harare
Preis auf Anfrage

Takawira verwendet einen großen wenig bearbeiteten Block aus schwarzem Serpentin, auf dem er die Umrisse der eingerollten Python nur andeutet. Nur der geblähte Hals und das Züngeln der Python deuten darauf hin, daß sie in Lauerstellung ist und auf ein Opfer wartet.
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